Gefahrguteinsatz in Altmoorhausen

(GPW).

"Salzsäure-Alarm In Hude
Mindestens ein Verletzter nach Chemieunfall bei Büfa

Patrick Buck

1000 Liter hochgefährliche Salzsäure waren ausgelaufen. Die Feuerwehr setzte Spezialisten ein, um die Chemikalie einzudämmen. Wie kam es zu diesem Unglück?

Hude Großalarm im Gewerbegebiet Altmoorhausen: Kurz vor 18 Uhr war die Feuerwehr wegen eines Chemieunfalls bei der Firma Büfa alarmiert worden. 1000 Liter hochgefährliche Salzsäure waren ausgelaufen. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt.

Wie Christian Bahrs, Kreisfeuerwehrsprecher, kurz nach dem Unfall mitteilte, hatte ein Mitarbeiter des Chemieunternehmens Büfa das Unglück verursacht. So sei der Mann mit seinem Gabelstapler mit einem Salzsäurefass kollidiert. Der gesamte ätzende Inhalt habe sich daraufhin in der Halle verteilt. Der Mitarbeiter wurde dabei leicht verletzt und von den Rettungskräften in ein Krankenhaus eingeliefert.

Sowohl das Büfa-Gelände als auch das benachbarte Unternehmen Refood wurden evakuiert, die Feuerwehr sperrte die Zufahrt zur Straße An der Autobahn komplett ab. Rettungskräfte der Johanniter und des Roten Kreuzes stellten Zelte auf, um für den Fall von weiteren Verletzten vorbereitet zu sein und auch um die Helfer der Feuerwehr zu versorgen.

Anwohnern der Gegend wurde geraten, Fenster und Türen aus Sicherheitsgründen geschlossen zu halten. Über der betroffenen Halle konnte man im Dunkel der Nacht Dämpfe sehen, die aus dem Gebäude entwichen. „Die Halle ist komplett eingenebelt“, berichtete Feuerwehrsprecher Bahrs.

Daher konnte auch ein Großteil der herbeigerufenen Einsatzkräfte lange Zeit nicht viel tun. Spezialisten für den Umgang mit Gefahrgut waren hinzugezogen worden, die für solche Einsätze mit chemischen Substanzen und unter Einsatz von Atemschutz speziell ausgebildet sind.

Neben den Feuerwehren aus der gesamten Gemeinde Hude wurden auch noch die Kollegen in Kirchhatten, Wardenburg, Bergedorf, Wildeshausen, Ahlhorn und Ganderkesee alarmiert. Es ging vor allem darum, die Trupps mit genügend Chemie-Schutz-Anzügen (CSA) ausstatten zu können. Weitere Feuerwehren stellten Material bereit, zum Beispiel die Werksfeuerwehr von Exxon Mobil aus Großenkneten.

Die Spezialisten der Feuerwehr begannen umgehend damit, spezielles Säurebindemittel in der Halle einzusetzen und die Flüssigkeit einzudämmen. Damit sollte die Reaktion der hochgefährlichen Salzsäure unterbunden werden, um sie anschließend aus der Halle entfernen zu können. Dabei kam ein spezieller Gefahrgutsauger zum Einsatz. Die Aktion dauerte mehrere Stunden."

Quelle:
http://www.nwzonline.de/blaulicht/mindestens-ein-verletzter-nach-chemieunfall-bei-buefa_a_31,2,810157697.html

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