Verkehrsunfall Sandkruger Straße

Schwerer Verkehsunfall auf der Astruper Str. zwischen Wardenburg und Sandkrug - 22 Jähriger Mann wird sehr schwer in seinem Fahrzeug eingeklemmt - Schranken am Bahnhof Sandkrug behindern massiv das Ausrücken der Kameraden!

(tn/opw) Am späten Donnerstagabend kam es auf der Astruper Str. zwischen Wardenburg und Sandkrug zu einem schwerem Verkehrsunfall. Ein 22 Jähriger Mann wurde hierbei schwer verletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er befuhr die Astruper Str. in Richtung Sandkrug, als er nach einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam, sich drehte und mit der Fahrerseite frontal gegen einen am Straßenrand stehenden Baum prallte. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass der Stamm des Baumes sich komplett seitlich in den Wagen bohrte und dort stand, wo zuvor der Fahrersitz war. Die Großleitstelle in Oldenburg alarmierte um 21.15 die Feuerwehren Wardenburg und Sandkrug über Funkmeldeempfänger und Sirene sowie einen Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der Malteser Sandkrug. Das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Achternmeer befand sich gerade in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle auf einer Bewegungsfahrt. Da es voll besetzt und Einsatzbereit war, fuhren auch die Achternmeerer Kameraden die Unfallstelle zur Unterstützung an. Vor Ort hatte sich der Wagen des jungen Mannes regelrecht um den Baum gewickelt, sodass er sehr schwer in seinem Wrack eingeklemmt wurde. Erschwerend kam für die Einsatzkräfte hinzu, dass das Unfallfahrzeug nur sehr schwer zugänglich war. Auf der Fahrerseite befand sich zum einen der Baum, zum anderen ein tiefer Garben. Aus diesem Grund mussten mit Steckleitern sogenannte „Behelfsbrücken um das Fahrzeug herum gebaut werden um überhaupt vernünftig an den Patienten heran zukommen. Da der Mann wach, ansprechbar und stabil war, entschied man sich in Absprache mit der Notärztin den Mann schonend und ohne ihm weitere Verletzungen zuzufügen aus dem Fahrzeug zu retten. Hierfür setzte die Feuerwehr schweres technisches Gerät (Schere, Spreizer, Hydraulikstempel) ein. Außerdem wurde das Fahrzeug mit Hilfe der Seilwinde des Wardenburger Rüstwagens stabilisiert und der PKW ein kleines Stückchen vom Baum weggezogen um besser an dem Fahrzeug arbeiten zu können. Durch die massiven Verformungen des Fahrzeuges war die Rettung des Mannes sehr aufwendig. Nach knapp 2 Stunden konnte der Mann befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Er wurde schwer verletzt in ein Oldenburger Krankenhaus eingeliefert. Parallel zur Rettung suchten mehrere Kameraden mit einer Wärmebildkamera und Lampen das umliegende Feld nach einem vermutlichen Beifahrer ab, da der Fahrer nicht genau sagen konnte ob er alleine im Fahrzeug gesessen hatte. Eine weitere Person wurde zum Glück nicht gefunden. Gegen 23:45 Uhr konnten auch die letzten der insgesamt 80 Kameraden die mit 11 Fahrzeugen ausgerückt waren die Einsatzstelle wieder verlassen. Über die Schadenshöhe können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Astruper Straße wurde für die Rettungs und anschließenden Aufräum arbeiten knapp 3 Stunden voll gesperrt.

Besonders frustrierend waren für die Sandkruger Kameraden wieder einmal die langen Schrankenschliesszeiten am Bahnhof Sandkrug. Viele Kameraden standen wie so oft mit ihren privat PKW mehrere Minuten! vor den geschlossenen Schranken. Hierdurch wurde das Ausrücken des Löschgruppenfahrzeuges und des Mannschaftstransportfahrzeuges aus Sandkrug erheblich verzögert. Gerade bei einem Einsatz wie diesem wo es um Menschenleben geht und es auf jede Minute ankommt ist es sehr ärgerlich, dass die Kameraden sich auf dem schnellsten Wege zum Feuerwehrhaus machen um zu helfen und dann regelmäßig von der Bahn ausgebremst werden.

Mit freundlichem Dank an Timo Nirwing, Ortspressewart Sandkrug, für die Bereitstellung des Textes.

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